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Weinfehler

Weinfehler und Abhilfen

Essigstich

Dieses ist wohl die gefährlichste und gefurchteste Weinkrankheit, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Den Essigstich erkennt man am Kratzenden Geschmack im Gaumen . Auf der Oberfläche des Weines bildet sich ein weißlicher Schleier oder eine Schleimige Haut. Essigstichige Weine sind nicht heilbar

Milchsäurestich

Süßlich saurer Geschmack und an Sauerkraut erinnernder Geruch. Besonders anfällig sind säure- und alkoholarme Getränke. In leichten fällen ist eine Heilung durch Schwefeln (Kaliumpyrosulit) und Behandeln mit 2-4g Aktivkohle je 10 Liter Wein möglich.

Kahmkrankheit

Es ist eine häufig vorkommende Weinkrankheit, zu erkennen durch eine grauweiße oder weiße Kahmhefedecke auf der Oberfläche. die bis zu 1 cm dick werden kann. Bei einem Alkoholgehalt über 4 Vol.% entsteht jedoch kein Schimmel mehr. Durch einem Schlauch oder Weinheber zieht man den Klaren Wein vorsichtig ab. Durch eine Schwefelung und spundvolle Lagerung sichert man sich vor dem Befall. eine evtl. bereits eingetretene Geschmacksbeeinträchtigung wird mit 2 bis 3 g Aktivkohle je 10 Liter Wein behandelt. Anschließend filtern.

Schimmelgeschmack

Verzögerte Angärung , angelaufene oder schimmelige Fässer, aber auch feuchte und schlechte Kellerluft können die Ursache sein. Eine vorherige Vermehrung der Hefe, Zugabe von Hefenährsalz, oder ei niedrigen Temperaturen die Vergärung mit Kaltgärhefe sollen die Krankheit verhindern. Nur schwach schimmelige Weine können mit 2 bis 4 g Aktivkohle je 10 Liter wiederhergestellt werden.

 Schleimigwerden 

Besonders anfällig sind säurearme aber auch alkoholschwache Obstweine, die evtl. auch noch zu lange auf dem Hefetrub belassen werden. Das Getränk verwandelt sich zu einem fadenziehenden, gallertartigen Beschaffenheit. Behandlung mit einem Schaumschläger oder Ablassen über eine Brause. Der Wein soll gründlich mit Luft in Berührung kommen. Danach Schwefelpulver zugeben. In schweren Fällen eine Schönung mit 20 bis 30 g Bentonit  je 10 Liter Wein 

Böcksergeschmack

Der unangenehme Geruch und Geschmack nach faulen Eiern wird durch geringe Mengen von Schwefelwasserstoff verursacht. Schwefelrückstände beim reinigen oder zersetzende Hefe sind die Ursache . Den Wein ablassen und dabei start belüften, anschließend schwefeln. In stärkeren Fällen 2 bis 4 g Aktivkohle je 10 Liter einrühren und anschließend filtern.

Bittergeschmack

Dieser Weinfehler hat seine Ursache in stark gerbstoffhaltigen Substanzen. der Wein schmeckt bitter und bildet einen braunen Niederschlag. Eine zu lange Maischegärung oder Verwendung fauler Beeren begünstigen diesen Weinfehler. Behandlung mit 5 bis 10 g Aktivkohle oder mit 1 bis 2 g Gelatine je 10 Liter . Anschließend filtern bzw. abziehen.

Mäuselgeschmack

Dieser Weinfehler kommt weniger häufig vor, meistens beschränkt auf Stachelbeer-, Heidelbeer- und evtl. Johannisbeerweine. Der Geschmack erinnert an den widerlichen Geruch von Mäuseharn . Ein schwacher Fehlgeschmack kann mit 2 bis 4 g Aktivkohle behandelt werden . Stärker befallene Weine sind nicht mehr heilbar.

Braunwerden

Der Wein zeigt bei Luftzutritt eine mehr oder weniger starke Braunfärbung. Bei Rotweinen wird zudem noch der rote Farbstoff zerstört. Eine rechtzeitige Schwefelung verhindert diese Krankheit und führt bei schwacher Braunfärbung zu Heilung. Stärker gebräunte Weine werden zusätzlich mit 1 bis 3 g Gelatine behandelt.

Mangelerscheinungen

Es gibt Weine, welche die vorgenannten Krankheiten oder Fehler nicht aufweisen, aber trotzdem völlig unharmonisch schmecken. Hier wurde Versäumt . die Säure- und Zuckerwerte zu Kontrollieren und rechtzeitig zu korrigieren.